Bisciù ist eine Geschichte aus Neapel, die nach Montpellier gebracht wurde. Dieses kleine, charaktervolle Restaurant liegt im Herzen des Beaux-Arts-Viertels und wurde vor sechs Jahren von Luca eröffnet – einem waschechten Italiener, der in Napoli aufgewachsen ist. Gemeinsam mit seinem Team, darunter Aleandro (ein echter Sizilianer, wie der Name vermuten lässt), kocht er Gerichte und Pizzen, die buchstabengetreu den Rezepten folgen, die ihm seine Mamma überliefert hat – mit authentischen, saisonalen, frischen und überwiegend lokalen Zutaten. Und es gibt eine schöne Besonderheit: Bisciù ist auch ein Feinkostladen mit ausschließlich authentischen italienischen Produkten, importiert von kleinen lokalen Erzeugern aus der Heimat – Pesto, Honig, Käse, Charcuterie, Weine und vieles mehr – damit man sich den Geist dieses fantastico cuoco auch in die eigene Küche holen kann.
Die Speisekarte ist eine echte Reise durch Süditalien. Bei den Antipasti stehen frittierte, gefüllte Arancine (12 €), ein gemischtes Antipasto misto (18 €), gegrilltes Gemüse, ein Bresaola-Carpaccio mit gesalzenem Ricotta (16 €) sowie eine Charcuterie-Platte mit Coppa, San Daniele-Schinken, Mortadella und Spianata calabrese (15 €) auf dem Programm. Nur zur Mittagszeit werden die Panuozzi – neapolitanische gefüllte Sandwiches – in Varianten wie dem trueffeligen Tartufato, dem Tonno mit Stracciatella und Thunfisch sowie dem Parma mit Büffelmozzarella und 24 Monate gereiftem Schinken angeboten (je 11 €). Zum Teilen (oder auch nicht) reichen die neapolitanischen Calzoni vom Fritto mit Salami und Ricotta bis zum Sandro mit Mortadella und Pistazie (13–15 €), während die gebackene Pasta eine Lasagna napoletana mit Lamm und Rinderhaxe sowie saisonale Cannelloni umfasst (14 €).
Die Pizzen bilden das Herzstück der Karte und sind in rote, weiße und Gourmet-Pizzen unterteilt. Unter den Pizze rosse findet man die klassische Margherita (10 €), die feurige Diavola mit Nduja di Spilinga (14 €), die Zietta mit Scamorza und Guanciale (15 €) sowie die schlichte Marinara (9 €); die Pizze bianche umfassen eine Vier-Käse-Pizza, eine Tartufo mit Trüffel und Pilzen, die Nerano mit Zucchinichips und die O'Ricuttaro mit Ricotta und Pesto (13–15 €). An der Spitze stehen die Gourmet-Kreationen – die Lella mit Mortadella, Burrata und Pistazie, die namensgebende Bisciù mit 24 Monate gereiftem Parma-Schinken und Burrata sowie die Bresaolina mit Bresaola aus dem Valtellina IGP (16–18 €). Zum Abschluss bleiben die Dolci klassisch und hausgemacht: Tiramisù, ein sizilianisches Cannolo mit Orangenblüte und Pistazie, frittierte Angioletti mit Nocciolata (5–7 €) sowie ein Dolce del giorno, nach dem man den Chef fragen sollte.
Herzlich, authentisch und seinen neapolitanischen Wurzeln treu, ist Bisciù eine Adresse, an der Mammas Rezepte, sorgfältig ausgewählte Zutaten und ein herzlicher Empfang zusammenkommen – ein echter Geschmack Süditaliens, sowohl auf dem Teller als auch in den Regalen, mitten im Zentrum von Montpellier.