Versammelt eine Gruppe von Kindern, Kartons mit Pastellstiften, Liter um Liter Farbe und etwas Jazz – und heraus kommt WASCO!, ein spontaner Ausbruch von Action Painting für Kinder und von ihnen geleitet. Es ist wild, chaotisch, ungezähmt – und manchmal sehr sanft. Mit Pastellstiften und Pinseln in der Hand bauen zehn Performer im Alter von sechs bis zwölf Jahren eine ganze Welt aus dem Nichts auf, weit weg von der Welt der Erwachsenen, bis sie zu einem echten Gemälde wird. „Choreografie ist, in den Raum zu zeichnen", erinnert uns Lisbeth Gruwez und fasst damit die ganze Idee zusammen.
Mit dem Musiker Maarten Van Cauwenberghe erforscht sie die Verbindungen zwischen Zeichnung, Musik und Tanz und verwandelt Bewegung in etwas, das einem Malmaterial ähnelt, getrieben vom Puls der Musik. Zur Jazz-Musik aus der Zeit zwischen 1945 und 1965 – dem goldenen Zeitalter der Action Painting – erobern die Kinder den Raum, zeichnen und bemalen ihn durch freie Bewegungsphrasen neu, manchmal als Gruppe, manchmal in kleineren Clustern. Und wenn Freiheit eine Form hätte, wie würde sie aussehen? Hier spielen die Kinder mit zwei Vermächtnissen des Nachkriegsamerika: der sorglosen Improvisation des Free Jazz und den instinktiven Spritzern von Abstrakten Expressionisten wie Jackson Pollock – ein Spielplatz, der perfekt zu ihrer eigenen Welt passt. Getragen von einer rohen, freudigen, festlichen Energie, weckt das Stück die Lust zum Schaffen in einem wunderbar gestalteten Ritual. WASCO! lädt alle Altersgruppen dazu ein, über die Linien hinauszumalen.