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Carré Sainte
Anne.

museum

Das ehemalige Gotteshaus Sainte-Anne ist ein emblematisches Wahrzeichen Montpelliers und das höchste Gebäude der Écusson, das sich 68 Meter über der Altstadt erhebt. Es wurde zwischen 1866 und 1872 auf Initiative von Jules Pagézy, damals Bürgermeister der Stadt, im neugotischen Stil erbaut und steht an der Stelle einer früheren Kirche aus dem 13. Jahrhundert – eine beeindruckende Silhouette über dem historischen Zentrum.

Ende der 1980er Jahre wurde die Kirche entweiht und von der Stadt als Raum für zeitgenössische Kunst neu erfunden: das Carré Sainte-Anne. Mehr als 25 Jahre lang beherbergte sein riesiges Kirchenschiff ein anspruchsvolles, avantgardistisches Kunstprogramm abseits der ausgetretenen Pfade und hieß viele bedeutende Künstler willkommen – darunter Marc Desgrandchamps, Gérard Garouste, Bernard Pagès, Hervé Di Rosa, Manuel Ocampo und Jean-Michel Othoniel.

2017 musste das Gebäude seine Türen schließen, da seine Struktur zu fragil geworden war, und die Stadt unternahm ein großes Instandhaltungs- und Restaurierungsprogramm. Renoviert und wiedergeboren, öffnete es 2025 mit etwa 700 m² Ausstellungsfläche wieder seine Türen – die aufstrebende neugotische Architektur bietet nun einen spektakulären Rahmen für zeitgenössische Kunstschöpfung, und der Eintritt bleibt kostenlos.

Das Carré Sainte-Anne ist eine Begegnung zwischen mutiger zeitgenössischer Kunst und atemberaubender sakraler Architektur – ein wirklich einzigartiger Ort im Herzen von Montpellier.